Wichtige Entwicklungen:
Jun 17

Antenne-Ac weist darauf hin, dass die Finanzämter Aachen-Kreis und Aachen-Stadt einen Gewerbesteuer-Rückgang von ca. 12% im vergangenen Jahr gemeldet haben. Ich bin insofern weiter skeptisch, was uns hier in der Gemeinde droht – das Thema wird weiterhin nicht fallen gelassen.

Zum Thema:

Mai 12

Der Tagesspiegel berichtet aktuell:

Bis 2013 rechnet das Bundesfinanzministerium mit Ausfällen von 361 Milliarden Euro. Damit wären die Zahlen von Finanzminister Steinbrück hinfällig. Dieser hatte vergangene Woche von bis zu 350 Milliarden Euro gesprochen.

Nun ist das eine Meldung für den Bund und der ein oder andere Leser wird fragen, was das mit Langerwehe zu tun hat. Ich möchte nochmals darauf hinweisen: Eine ganze Menge.

Denn wie ich bereits klargestellt habe, geht man in Langerwehe in den nächsten Jahren brav von steigenden Steuereinnahmen aus – was mit der Realität nicht nur wenig zu tun hat, sondern inzwischen gar nichts mehr. Dazu kommt die Tatsache, dass unser Gemeinde-Haushalt schon jetzt ein Defizit von ca. 2 Millionen Euro aufweist und alleine bei der Gewerbesteuer, einem der beiden Standbeine in Langerwehe, ein massiver Ausfall droht.

Es wurde mit Rückgriff auf meine Ausführungen hier im Blog eine Anfrage an den Bürgermeister diesbezüglich formuliert, um den Sachstand abzufragen – eine Antwort liegt mir noch nicht vor. Sicher schon schlimm genug und ein deutliches Zeichen, dass man hier im Dorf noch nicht verstanden hat, dass sofort gehandelt werden muss – in der gleichen Zeit präsentiert sich der Bürgermeister in der Presse und zerschlägt jede Hoffnung auf nur einen Funken Mehreinnahmen hier im Dorf.

Ich bin davon überzeugt, dass wir Einwohner von Langerwehe in 1–2 Jahren die Rechnung für die fehlende Weitsicht zahlen müssen: Sobald der Haushalt “platzt” wird die Gemeinde einerseits radikal sparen müssen, andererseits die Abgaben erhöhen müssen, die sie als einziges direkt anheben kann – von Benutzungsgebühren bis hin zur Grund– und Gewerbesteuer.

Um das deutlich zu sagen: So fantasielos “weitermachen wie bisher” ist schon der Grund, warum es uns im Haushalt in Langerwehe schlecht geht – jetzt in besonders stürmischen Zeiten dann nicht den Mut für auch nur die kleinste Maßnahme zu zeigen, ist die Garantie dafür, dass sich Verwaltung und Politik in den nächsten 10 Jahren nur noch um das Thema Schuldentilgung kümmern können – anstatt um die Frage, wie wir unser Dorfleben qualitativ gestalten. So dramatisch es klingt: In diesen Tagen entscheiden wir alle in unserem Dorf, wie wir hier in den nächsten Jahren leben wollen.

Mai 3

Die Grünen in Langerwehe haben meine letzten beiden Anregungen aufgegriffen und Anfragen an die Verwaltung gestellt:

  1. Gewerbesteuer-Ausfälle – Was droht Langerwehe?
  2. Peter Fox am Badesee: Was macht Langerwehe?

Ich bin auf die Antworten der Verwaltung gespannt, die Anfragen wurden im Volltext auf der Webseite unter den obigen Links eingestellt.

Vorher zu den Themen hier im Blog:

Mai 2

DerWesten berichtet, dass bei Kommunen ein enormer Einbruch bei der Gewerbesteuer zu erwarten ist, man muss erstmal mit etwa 18% rechnen. Aus meiner ehemaligen Heimatstadt Alsdorf – in der man ein bisxchen weiter ist was Öffentlichkeit und Transparenz angeht – hat mich schon die Info erreicht, dass ein Einbruch von über 50% zu erwarten ist, man geht von einem 7 Millionen-Euro-Defizit aus.

Wie das in Langerwehe aussieht, kann ich nicht sagen: Seit über einem Jahr versuche ich eine Kopie des Haushalts zu erhalten, was in diesem Dorf bei der aktuellen Informationspolitik scheinbar unmöglich ist. Auch hat man sich – trotz des schon vorhandenen Defizits von 2 Millionen Euro – offenbar noch keine öffentlichen Gedanken gemacht, was auf uns zurollt, ich vermute, dass die Politiker sich den Wahlkampf nicht verhageln möchten. Ich versuche weiterhin Infos zu erhalten und berichte, sobald irgendwas abzusehen ist.

Update:

  1. Die Tagesschau berichtet nun auch darüber und spricht von 20%, auf die man “sich einstellen muss”. Mir drängt sich weiterhin die Sorge auf, wie und ob man sich in Langerwehe darauf einstellt.
  2. Ich kenne die Zahlen von Langerwehe inzwischen und stelle sie hier dar – mein Fazit: Es kann ganz übel bei uns werden.
  3. Da sich keinerlei Aktivitäten in dem Bereich zeigen, habe ich eine Anfrage an die Gemeinde aufgesetzt, um die Situation abzuklopfen.