Ich glaube, ich muss mir beim Thema “Schwarzdecke Sportplatz Heistern” den Vorwurf der Schönwetterpolitik gefallen lassen. Hintergrund: Im Rahmen des Konjunkturpakets II wurde hier im Dorf beschlossen, den Parkplatz mit einer Schwarzdecke zu versehen; Kostenpunkt: 100.000 Euro. Aufgrund meines Eindrucks vom Parkplatz war ich gegen diese Maßnahme, ich habe sie als vollkommen überflüssige Aktion eingestuft.
Nach einem sehr interessanten Gespräch heute, in dem diese Maßnahme verteidigt wurde, bin ich eben nochmal raus gefahren zum Parkplatz und habe ihn mir nochmals, diesmal mit den Argumenten meines Gegenübers, angesehen. Mein Problem war: Als ich das letzte Mal oben in Heistern war, bin ich (bei gutem Wetter) einfach auf den Parkplatz gefahren, habe mich 2 Minuten umgesehen und bin dann wieder weg.
Dabei hatte ich aber nicht bedacht, dass jedenfalls bei Regenwetter oder speziell im Herbst/Winter der Platz sicherlich in keinem besonders schönen Zustand sein dürfte. Da er dann auch noch für den angrenzenden Friedhof benutzt wird, wird das schnell unschön und ist dann wahrscheinlich nicht mehr der Situation gerecht.
Insofern überdenke ich meine Position was den Parkplatz am Sportplatz angeht nochmals in Ruhe; Jedenfalls ist es für mich nicht mehr vollkommen unsinnig. Da die Maßnahme so oder so beschlossen ist und es nur um ein persönliches Statement geht, kann ich mir ja auch problemlos Zeit lassen beim überdenken.
Anmerkung: Sehr wahrscheinlich wird jetzt der ein oder andere der hier mitliest, gerade aus der Politik in Langerwehe, überrascht sein, dass ich so offen Selbstkritik übe. Denen sei gesagt: Ihr kennt mich nicht. Ich weiss, dass sehr viele hier im Blog mitlesen, aber keiner hat mal mit mir gesprochen oder weiß wer ich bin. Wer nur von meinen Texten hier im Blog auf mich zurückschließt, macht nichts anderes als Vorurteilen fröhnen. Und bei mir ist es nun einmal fester Grundsatz, Positionen immer zu überdenken – wenn ich dann bei einer Sachfrage einen Standpunkt einnehme, den andere Bürger kritisieren, gehe ich auf Kritik immer ein, sobald man sie mir mitteilt. Ich muss sie aber eben kennen.
Nebenbei ist es nur konsequent, dass ich in einem Blog, in dem ich ja meine Gedanken niederschreibe, auch Selbstkritik verfasse. Wer sich nur über meine Texte ärgert, ist es schlicht selber schuld: Wer mich – so wie mein Gesprächspartner heute – einfach mal anruft und mit mir ganz normal spricht, wird merken, dass ich gerne zuhöre und meine Position auch überdenke.
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