Ich lese heute in den Aachener Nachrichten den folgenden Satz zur Kameraüberwachung, der wohl von unserem Bürgermeister stammt (jedenfalls liest es sich so):
Obwohl längst nachgewiesen sei, dass Vandalismusschäden nach einer Videoüberwachung um bis zu 90 Prozent abnähmen.
Dazu von mir: Ich habe in meinen Unterlagen zur Zeit 13 (internationale) Studien zum Thema Kameraüberwachung: Diese Aussage finde ich nirgendwo bestätigt.
In Langerwehe selber wurden im Januar 2008 die Kameras angebracht, es hätte sich also im Jahr 2008 eine Auswirkung zeigen müssen. Die mir vorliegende Statistik aber zeigt: Wir hatten 2007 laut Kriminalstatistik 77 Fälle von Sachbeschädigung. Im Jahr 2008 waren es ebenfalls 77. Eine 90%ige Abnahme sieht für mich anders aus. Insofern bin ich etwas verwundert, wo diese Zahl herkommt?
Anmerkung: Wie schon erklärt – es geht nicht darum, Kameras vollständig zu verteufeln und gerade ich habe ja betont, dass Kameras an bestimmten Orten in Langerwehe kein Problem wären. Meine Aufgabe ist es aber, aufzuklären und da gilt es u.a. diesem fehlerhaften Eindruck des “Allheilmittels” Kamera vorzubeugen. Was nämlich längst erwiesen ist, ist, dass einfache Kameras das gerade nicht sind. Wenn man also mit Zahlen kommt, sollte man diese richtig aufbereiten – z.B. indem man ausrechnet, wie viele Vorfälle es im Schulzentrum gab, wie weit diese in sich zurückgegangen sind und welchen Anteil diese an der Gesamtkriminalität in Langerwehe haben.
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